Stand Mai 2026

Hochzeitsstatistiken 2026

Zahlen, die halten, was sie versprechen. Über vierzig Datenpunkte zu Hochzeiten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, mit Primärquellen aus Destatis, Statistik Austria, BFS und den grössten Branchenstudien. Nutzt sie für eure Recherche oder das eigene Hochzeitsbudget.

Deutschland, Zahlen von Destatis, der Deutschen Bischofskonferenz, der EKD sowie aus den grössten Branchenstudien (WeddyPlace, Bridebook, kartenmacherei).

01

Wie viele Menschen heiraten, und wie groß ist die Branche

Eheschließungen sind in allen drei DACH-Märkten auf Mehrjahrestiefs. Trotzdem schrumpft die Branche nicht im selben Tempo: Weniger Hochzeiten, aber höhere Pro-Hochzeit-Ausgaben.

349.200
Eheschließungen in Deutschland (2024)
Tiefster Stand seit 1950, selbst Corona-2021 lag höher
8.818
Gleichgeschlechtliche Ehen (2024)
Seit 1. Oktober 2017 möglich
129.300
Scheidungen (2024)
-39,6% seit 2003
02

Was eine Hochzeit wirklich kostet

Der Durchschnitt täuscht. Luxus-Hochzeiten ziehen den Mittelwert nach oben, während die typische Hochzeit deutlich darunter liegt. Wir zeigen wo möglich beides, und kennzeichnen alle Branchen-Schätzungen klar.

15.452 €
Ø Hochzeitskosten (WeddyPlace 2024)
n=634 Brautpaare; +8,1% gegenüber 2023
17.006 €
Ø Hochzeitskosten (Bridebook 2026)
Ohne Flitterwochen und Ringe; mit allem 20.263 €
19.650 €
Rheinland-Pfalz (teuerstes Bundesland)
vs. 10.000 € in Sachsen-Anhalt
50%+
Paare unter 15.000 € Budget
Der Mittelwert wird durch Luxus-Hochzeiten verzerrt
03

Wohin das Geld geht

Location und Catering sind in jedem Markt der grösste Posten. Foto, Kleidung und Musik teilen sich die zweite Reihe. Die folgenden Zahlen kommen aus WeddyPlace, Bridebook und Schweizer Branchenrichtwerten.

7.804 €
Location + Catering
50,5% des Budgets, der grösste Hebel
Deutschland: Top 5 Kategorien (WeddyPlace 2024, n=634).
04

Kleiner werden, pro Gast mehr ausgeben

Mikrohochzeiten haben sich in der Schweiz zwischen 2020 und 2022 verdoppelt. In Deutschland und Österreich pendeln die Gästezahlen zwischen 65 und 90, deutlich unter dem Vor-Pandemie-Niveau.

66
Ø Gäste (WeddyPlace 2024)
+1 gegenüber 2023
82
Ø Gäste (Bridebook 2026)
Inkl. Abendgäste
410 €
Pro-Gast-Kosten bei Mikrohochzeit
vs. 178 €/Gast bei 150+ Gästen
Schweiz hat klar die kleinsten Hochzeiten, Mikro-Luxus statt Massenfeier.
05

Wie Paare planen und sich kennenlernen

Online-Dating ist in Deutschland 2024 zur Heirats-Schiene Nummer eins geworden. Gleichzeitig hält die Online-Generation Heiratsanträge plötzlich privater als noch ein Jahr zuvor.

32,8%
Paare lernen sich online kennen
+3,3% gegenüber 2023, Online-Dating ist Heirats-Schiene #1
33%
Heiratsanträge im Urlaub
Beliebtester Antrags-Ort
27,5%
Anträge auf Social Media geteilt
-12,2%, die Online-Generation hält Anträge plötzlich privat
>75%
Paare zahlen Hochzeit selbst
Eltern zahlen komplett nur bei 1,9%
06

Wer heiratet, in welchem Alter

Das Erstheiratsalter ist in den letzten dreissig Jahren in allen DACH-Märkten um vier bis sechs Jahre gestiegen. Wer heute heiratet, ist im Schnitt deutlich älter und bewusster als die Elterngeneration.

35,3 / 32,9
Ø Erstheiratsalter (Männer / Frauen)
1994 waren es 29,4 / 27,1, fast 6 Jahre später als die Eltern-Generation
78,9%
Erstehe für beide Partner
Sinkt 4 Jahre in Folge
14 J. 8 M.
Ø Ehedauer bis Scheidung
50,8%
Scheidungen mit minderjährigen Kindern
Rund 111.000 betroffene Minderjährige
Deutsche heiraten am spätesten, Schweizer am frühesten, Spreizung rund 3 Jahre.
07

Standesamt, Kirche, freie Trauung

Die kirchliche Trauung ist im Sinkflug. In Deutschland verdoppelte sich der Anteil freier Trauungen 2024 auf 24 Prozent. In der Schweiz haben reformierte Trauungen seit 1990 fast 90 Prozent verloren.

22.504
Katholische Trauungen 2024
1980er Jahre: über 110.000, Rückgang ~80% in 35 Jahren
28.089
Evangelische Trauungen 2023
2024-Daten noch nicht veröffentlicht
~14%
Anteil kirchliche Trauungen 2024
Rund 50.000 von 349.200 Ehen
24%
Freie Trauungen 2024
Verdopplung von 9% (2023), der grösste Branchenshift
Säkularisierung im Zeitverlauf, DE-Werte nur katholisch; CH-Werte katholisch + reformiert kombiniert.
08

Wann geheiratet wird

August schlägt Mai. Über 70 Prozent aller deutschen Hochzeiten finden zwischen Mai und September statt. In der Schweiz fallen rund zwei Drittel der Eheschließungen auf einen Freitag, weil die Standesämter überwiegend freitags öffnen.

August
Beliebtester Hochzeitsmonat
2024: 46.829 Trauungen; Mai 2025 evtl. neuer Spitzenreiter
17%
Hochzeiten im August (Bridebook 2026)
Anteil aller Eheschließungen je Monat (Schätzungen; CH-Daten teils auf Branche basierend).
09

Hochzeitswebsites, Geldgeschenke, KI

Hochzeitswebsites sind in Deutschland in vier Jahren um acht Prozentpunkte gewachsen. Eine belastbare DACH-Studie zur KI-Nutzung in der Hochzeitsplanung gibt es noch nicht, das ist eine offene Marktlücke.

23,8%
Paare mit Hochzeitswebsite (2024)
+3,3% zu 2023; +8,2% seit 2021
67,2%
Geldgeschenke werden bevorzugt
Klassischer Hochzeitstisch nur 8,3%
67%
Paare feiern Junggesellinnen-/Junggesellenabschied
65% / 91%
KI-Nutzung Gesamtbevölkerung / 16–29 J.
Heiratsalter ~33 liegt im hoch-adoptierenden Bereich, Hochzeits-KI-Studie fehlt noch

Wie wir diese Zahlen recherchiert haben

Behördliche Statistik-Ämter sind unsere erste Adresse für jede Zahl, die sie veröffentlichen: Eheschließungen, Scheidungen, Erstheiratsalter, gleichgeschlechtliche Ehen, Trauungsarten. Branchenstudien füllen die Lücken bei Kosten, Dienstleister-Mix, Planungsverhalten und digitaler Adoption, also Themen, die kein Amt erhebt. Jede Zahl verlinkt direkt auf die tiefste verfügbare Quellenseite mit Publikationsjahr. Wenn eine populäre Statistik keine belastbare Herkunft hatte, haben wir sie entweder durch eine besser belegte Zahl ersetzt oder die Datenlücke offen vermerkt. Letztes Update Mai 2026.

Häufige Fragen zu Hochzeitsstatistiken

Darf ich diese Statistiken in meinem Artikel zitieren?+

Ja. Nutzt den 'Zitiere diese Seite'-Block, um eine fertige Quellenangabe in HTML, Markdown oder APA zu kopieren. Jede einzelne Statistik verlinkt zusätzlich direkt auf die Primärquelle.

Warum unterscheiden sich die Durchschnittskosten zwischen WeddyPlace, Bridebook und kartenmacherei?+

Stichprobenzusammensetzung. WeddyPlace befragt rund 600 Paare, Bridebook über 2.000 mit etwas anderem Nutzerprofil, kartenmacherei rund 500 mit Schwerpunkt auf Papeterie-Käufer. Keine Studie ist falsch, sie messen leicht unterschiedliche Populationen, deshalb nennen wir jeweils beide Werte.

Stimmt es, dass jede zweite Ehe geschieden wird?+

Nein. Die Scheidungsrate in Deutschland ist seit 2003 um knapp 40 Prozent gesunken. In der Schweiz liegt die zusammengefasste Scheidungsziffer aktuell bei rund 40 Prozent, vor zehn Jahren waren es etwa 50 Prozent. Wer heute heiratet, bleibt im Schnitt länger zusammen.

Warum gibt es weniger Daten für Österreich und die Schweiz als für Deutschland?+

Kleinere Märkte, weniger Branchenforschung. Statistik Austria und das BFS liefern starke Basisdaten zu Eheschließungen, Alter und Scheidungen. Bei Kosten, Budgetaufteilung und digitalem Verhalten gibt es jedoch keine repräsentativen länderscharfen Studien. Wo Daten fehlen, sagen wir das ehrlich statt zu raten.

Zitiere diese Seite

Du schreibst über Hochzeiten? Wähle ein Format und kopiere die Quellenangabe. Jede einzelne Statistik ist zusätzlich mit ihrer Primärquelle verlinkt.

HTML
<a href="https://amovera.app/de/hochzeitsstatistiken">Hochzeitsstatistiken 2026: 50+ Zahlen für Deutschland, Österreich und die Schweiz</a>. Amovera, 2026.
Markdown
[Hochzeitsstatistiken 2026: 50+ Zahlen für Deutschland, Österreich und die Schweiz](https://amovera.app/de/hochzeitsstatistiken). Amovera, 2026.
APA
Amovera (2026). Hochzeitsstatistiken 2026: 50+ Zahlen für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Retrieved from https://amovera.app/de/hochzeitsstatistiken

Plane die Hochzeit hinter den Zahlen

Amovera macht aus diesen Daten einen privaten, schönen Arbeitsbereich für euer Paar. Gästeliste, Budget, Sitzplan, Dienstleister und Timeline, alles an einem Ort, ohne Werbung, ohne Spam.

Amovera entdecken